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Sonntag, 8. April 2012

Apfel-Streusel-Kuchen

Ostern wird in der Familie Starmoney ordentlich gefeiert. Zum Wiedersehens-Kaffee hat sich meine Schwester diesen rustikalen Apfelkuchen gewünscht. Er besteht aus vier Schichten: Luftiger Hefeteig, Quarkcreme, Apfelspalten und Streußel. Schmeckt nach Heimat.
 

Apfelkuchen mit Streuseln

12 Stücke

1 Rezept Hefeteig  

250 g Quark
1 Ei
2 EL Zucker
1 EL Vanillepudding-Pulver
1 Zitrone (Saft)

4 große Äpfel (Elstar, Boskop oder ähnliche Sorte)
1/2 Zitrone (Saft)

80 g Mehl
60 g Zucker
60 g Butter
2 EL Blättermandeln

Puderzucker

Den Teig schön lange gehen lassen, rund auswellen und in eine gefettete Kuchenform geben (28 cm Durchmesser).

Für die Creme Quark, Ei, Zucker, Pudding und Zitronensaft verrühren. Auf dem Teig verstreichen, 1/2 cm Rand lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln, in Spalten schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Auf die Creme legen.

Die restlichen Zutaten zu groben Streuseln verkneten und auf den Kuchen geben. Bei 180° C ca. 50 Minuten backen. Mit Puderzucker bestäuben.


Montag, 14. November 2011

Kürbiskernparfait, Schokoladenkuchen und Waldbeer-Coulis


Bei diesem Dessert geht es darum, ein Geschmacksfeuerwerk im Mund zu zünden. Süß wird es durch das cremige Eis, sauer durch die Beeren, bitter durch die dunkle Schokolade und etwas salzig durch die Kürbiskerne und das Öl. Sind alle Komponenten erst einmal fertig, hält es sich ohne Probleme mehrere Tage im Kühlen, man kann es also wunderbar vorbereiten. 



Kürbiskern-Parfait
12 Portionen

Kürbiskernkrokant: 
100 g Zucker
100 g Kürbiskerne
etwas fleur de sel

Kerne rösten. 100 g Zucker in einem stabilen Topf karamellisieren lassen, fleur de Sel und Kürbiskerne dazu, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und abkühlen lassen. In eine Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz zerstoßen.

Parfait:
4 Eigelbe
100 g Zucker
500 ml Sahne
3 EL Kürbiskernöl

4 Eigelbe mit Zucker im Wasserbad schaumig schlagen bis die Masse steht. Abkühlen lassen. Sahne steif schlagen, unterheben. Den Krokant unterheben, in 12 kleine Schälchen geben und mit Frischhalte-Folie bedecken. Oder in eine große Auflaufform geben. Mindestens 6 Stunden gefrieren lassen. Vor dem Servieren 15 Minuten antauen lassen, daher auch der deutsche Name „Halbgefrorenes“. Das Kernöl (ca. 1 TL pro Portion) wird kurz vor dem Servieren darüber gegeben.

Schokokuchen 


Abwandlung: Nüsse weglassen, 40 g mehr Mehl verwenden, zwei EL Kakao in den Teig geben. Mit etwas Chili würzen.

Waldbeercoulis

500 g gemischte Waldbeeren, tiefgekühlt
250 ml Kirsch- oder Johannisbeersaft
1 TL Stärke 
1 gestrichener Esslöffel Vanillezucker

Etwas Saft mit der Stärke verrühren, den restlichen erhitzen. Stärke einrühren, aufkochen, vom Herd nehmen. Beeren untermischen.

Mittwoch, 28. September 2011

Bagels

Warum haben Bagels ein Loch in der Mitte? Antworten bitte ins Kommentarfeld schreiben. Bagels brauchen ein bisschen Zeit, aber die lohnt sich. Dieses Rezept ergibt 12 Bagels, die man gut einfrieren und dann im Toaster schnell aufbacken kann - zum Beispiel zum Frühstück.


Bagels 

500 g Mehl
1 Paket Trockenhefe
1 TL Salz
1 TL Zucker 
2 EL Sonnenblumenöl
300 ml warmes Wasser

1 EL Honig 
1/2 TL Salz

1 Eigelb
Mohn und Sesam

Einen Hefeteig herstellen und gehen lassen. Eine Rolle formen, in 12 gleich große Stücke schneiden und zu Kugeln formen. In der Mitte jeder Kugfel ein Loch ausstechen und auf eine gut bemehlte Platte legen. 

Einen großen Topf mit Wasser erhitzen, Honig und Salz hinzugeben. Die Bagel-Teiglinge nacheinander darin eintauchen (mithilfe einer Schaumkelle) und jeweils 30 Sekunden ziehen lassen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit Eigelb bepinseln. Mit Mohn oder Sesam bestreuen und bei 200 °C ca. 25 goldbraun backen. 
Mit Lachs und Frischkäse servieren.

Freitag, 16. September 2011

Sablés Bretons

Warum diese Kekse die "Sandigen" heißen? Wer den Teig einmal ausprobiert hat, weiß warum. Wie kühler, feuchter Sand nach einem Sommerregen an einem Strand in der Bretagne fühlt er sich an.


Sablés - Butterkekse aus der Bretagne

150 gesalzene Butter
100 g Zucker
1 Eigelb
250 g Mehl
1 TL Backpulver
2 TL Vanillezucker

Butter, Zucker, Vanille und Eigelb cremig rühren. Mehl und Backpulver darübersieben und mit den Händen verkneten (Sand-Effekt genießen!). Den Teig auf ein Stück Frischhaltefolie geben, zu einer Rolle formen (ca. 4-5 cm Durchmesser) und mindestens 1 Stunde kühlen. In 1,5 cm dicke Taler schneiden und 12 Minuten bei 170°C goldgekb backen.


Montag, 22. August 2011

Chinois: Schneckennudeln auf französisch

Warum dieser Kuchen ausgerechnet "Chinois" , also "Chinese" heißt, weiß keiner so genau. Vielleicht weil Chinesen gerne in Grüppchen auftreten und an engen Raum gewöhnt sind? Man weiß es nicht. Ich habe diese Spezialität mit einer Mandelcreme gefüllt und mit Zitronenglasur versüßt. Das Rezept für den lockeren Brioche-Teig habe ich vom wunderbaren Blog "Beau à la louche" aus Straßburg. Merci!


Schneckennudel-Kuchen "Chinois" mit Mandelfüllung 

Für 12 Stück

Brioche-Teig:

260 g Mehl
25 g Zucker
1/2 Salz
100 ml Milch
55 g Butter
1 Päckchen Trockenhefe (für Frischhefe-Fundamentalisten: Vergesst eure Prinzipien, man schmeckt den Unterschied NICHT und spart Zeit und Nerven)
1 Ei

Mehl, Zucker, Trockenhefe und Salz gut mischen, die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen, die Mischung zu den trockenen Zutaten geben, das Ei hinzufügen und alles zuerst mit einer Gabel, dann von Hand zu einem leicht feuchten, glatten Hefeteig kneten. Ist der Teig zu feucht, etwas Mehl dazugeben. Die Teigkugel mehrere Male auf die Arbeitsfläche schlagen und an eine verhasste Person denken (bei mir ist das immer noch Herr Trub, der fiese Direktor meiner Grundschule.) So kommt schön viel Luft in den Teig. Die Kugel in eine große, mit Mehl bestäubte Schüssel legen und mit einem frischen Küchentuch bedecken und an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen. Auf keinen Fall weniger!

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

100 g abgezogene Mandeln (Blättchen sind perfekt)
70 g Zucker
einige Tropfen Bittermandelöl
2 Eier

Mit dem Pürierstab fein purieren. Kalt stellen.

Ist der Teig schön aufgegangen, könnt Ihr ihn auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Mit der Mandelfüllung bestreichen, aufrollen und in 10 - 12 Schneckennudeln schneiden. In eine runde Kuchenform (26 cm) legen und nochmal 20 - 30 Minuten gehen lassen. Bei 180°C 30 Minuten backen bis der Kuchen hellbraun ist. Herausnehmen, abkühlen lassen.

Glasur:

1 Zitrone (Saft)
150 g Puderzucker

Aus den Zutaten eine feine, weiße Glasur rühren und auf dem Kuchen verteilen. Fertig!

Eignet sich perfekt für ein Pickick, da man ihn in der Form mitnehmen und die einzelnen Schnecken einfach abbrechen kann.

Samstag, 20. August 2011

Devil's Food Chocolate Cake

Nach dem Abi habe ich ein paar Monate in Lappland verbracht und in einer Konditorei gearbeitet. Damals hat mir Konditorin Linda diese wunderbare Schokoladen-Torte beigebracht. Ganze 400 g Schokolade kommen rein, außerdem Ahornsirup, Ingwer, Zimt und Chili. Das beste: Die super glänzende Glasur. Als Deko habe ich hier ein paar selbstgemachte "Tuiles d'amandes" - Mandelziegel aus Karamell - verwendet.



Teuflisch schokoladiger Schokokuchen aus Schweden

200 g Butter
200 ml Zucker
100 ml Ahorn- oder Zuckerrübensirup
4 Eier
300 ml Milch
500 ml Mehl
150 ml Kakao
3 TL Backpulver
Vanillezucker
1 Prise Salz
je 1 Messerspitze gemahlenen Ingwer, Zimt, Chili und Muskat 
200 g dunkle Schokolade

Schokolade grob hacken. Im Wasserbad schmelzen. Abkühlen lassen.
Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen. Butter, Zucker und Sirup cremig rühren. In einer zweiten Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver, Vanillezucker, Salz und Gewürze mischen. Abwechselnd mit der Milch unter die Buttercreme rühren. Schokolade unterrühren, Eiweiß unterheben. 

In einer Form (24-26 cm) ca. 50 Minuten bei 180°C backen.

Glasur: 


200 ml Sahne
200 g dunkle Schokolade
1 TL Butter

Sahne aufkochen, die Schokolade hacken, zugeben und mit 1 TL Butter verühren. Den Kuchen damit bestreichen und mindestens 3 Stunden durchziehen lassen.

Tuiles d'Amandes (nur ein Dekovorschlag) 

100 g Mandeln in einer Pfanne rösten bis sie duften. Herausnehmen, dann 100 g Zucker in die Pfanne geben und karamelisieren. Die Mandeln zugeben, kurz glasieren und auf ein eingeöltes Backblech streichen. Erkalten lassen und fein hacken (oder am besten in eine Plastiktüte verpacken und mit dem Nudelholz zerbröseln). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech kleines Häufchen (1 TL) geben und bei 200° C backen, bis sie zerlaufen. Zum Abkühlen auf ein Nudelholz oder eine Flasche legen, dann bekommen sie ihre Form.

Sonntag, 14. August 2011

Blaubeermuffins mit Orangenlikör

Diese kleinen Kuchen sind ein echtes Wunder. Sie bestehen aus nur einem Ei, ganz wenig Butter und sind deshalb wunderbar fluffig und leicht. Ich habe sie noch lauwarm mit Vanilleeis serviert. Man kann sie auch mit etwas Orangensaft beträufeln und als fruchtiges Dessert genießen - oder einfach so, bei einem Picknick im Grünen.


Blaubeermuffins mit Cointreau
Für 12 Muffins

1 Ei
4 EL Zucker
Mark einer Vanilleschote
6 EL Mehl
1 gehäufter Teelöffel Weinsteinbackpulver
50 g flüssige Butter
3 EL Milch
2 EL Cointreau oder anderer Orangenlikör
150 g Blaubeeren

Das Ei mit dem Zucker und der Vanille schaumig rühren, Mehl und Backpulver dazu sieben, rühren. Milch, Cointreau und flüssige Butter zugeben und verrühren. Die Beeren unterheben und bei 170° 15 Minuten backen. 

Ruben wird sie lieben :)


Freitag, 12. August 2011

Gruß aus Paris: Macarons

Sie sind unfassbar süß, unfassbar zart und unfassbar edel. In Paris ist Macarons-Kaufen ein regelrechtes Event, wie Schuhe-Shoppen oder zum Edelfriseur Gehen. Ich habe die kleinen Sünden mal ausprobiert und mit ein bisschen Übung sind mir zwei schöne Ladungen Macarons gelungen. Einmal Zitrone und einmal "Caramel au beurre salé", was so viel heißt wie "Karamel aus gesalzener Butter." Mein Favorit.


Macarons Basisrezept
15 Stück

2 Eiweiß
60 g fein geriebene, abgezogene Mandeln
110 g Puderzucker
20 g Zucker
gelbe Lebensmittelfarbe (Zitrone) / Zuckerkulör (Karamell)

Den Puderzucker mit den Mandeln mischen und Mixer noch feiner pürieren. Mischung durch ein Sieb auf ein Bachblech streichen, dann bei 150°C ca. 6 Minuten im Ofen backen. Abkühlen lassen.

Eiweiß steif schlagen, sobald sie steif werden, 20 g Zucker zugeben und weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt. Lebensmittelfarbe zugeben und gut verrühren (ruhig großzügig färben, beim Backen werden die Farben heller). Jetzt die Mandel-Zucker-Mischung dazu sieben (jaha, schon wieder sieben, damit alles glatt bleibt) und mit einem Holzlöffel unterheben (nicht mehr mit dem Rührgerät).

Eine Spritztülle damit befüllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech kleine Tupfer spritzen (ca. 2 cm Durchmesser). Viel Platz lassen dazwischen. Die Macarons eine Stunde an einem trockenen Ort lagern, damit sie "krusten" können. Anschließend 12 Minuten bei 150°C backen.

Nach dem Backen etwas kaltes Wasser unter das Backpapier gießen, damit sich die Macarons-Schalen besser lösen. Abkühlen lassen, füllen und nur an ganz liebe Menschen verschenken :) .

Macarons au Citron 

In Frankreich heißt die Creme, mit der man die Zitronenvariation füllt "Ganache". Sie besteht aus:
2 Eiern
Saft von 2 Zitronen
50 g braunem Zucker
1 TL Speisestärke

Das alles mischen und bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren cremig werden lassen (ca. 5 Minuten). Abkühlen lassen.


Macarons Caramel au beurre salé 

Die Karamellmasse ist eine klebrige Angelegenheit und nicht ganz einfach herzustellen. Wenn man aber die Ruhe bewahrt und sich von ein paar Zuckerklumpen nicht aus der Ruhe bringen lässt (schön weiterrühren), klappt das schon!

50 ml Sahne
60 Zucker
15 g gesalzene Butter

Bei geringem Feuer die Sahne erhitzen. In einem anderen Topf den Zucker mit 1 EL Wasser aufkochen, bis ein heller Karamell entsteht. Vom Herd nehmen und mit der Sahne und der Butter mischen, abkühlen lassen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank cremig werden lassen. Schmeckt übrigens auch als Brotaufstrich!