Dienstag, 10. April 2012

Rote Bete im Salzteig

Ich habe an Ostern für meinen französischen Freund Arthur gekocht, der selbst ein großartiger Koch ist und wirklich was von guter Küche versteht. Deshalb wollte ich für ihn ein Dinner zaubern, das er so schnell nicht vergisst. Heute zeige ich Euch die Vorspeise: Gemüsecarpaccio. Das Besondere: Rote Bete wird im Salzteig gegart, verwässert also nicht und behält so einen wunderbar würzigen Geschmack. Ausprobieren lohnt sich!


Rote Bete-Carpaccio im Salzteig gegart

 2-3 Portionen 

2 mittelgrosse Kugeln Rote Bete 
500 g Salz 
500 g Mehl 
350 ml Wasser 

1 Hand voll Rucola 
50 g Parmesan 
2 EL geröstete Pinienkerne 
3 EL Balsamico Essig 
3 EL Kürbiskernöl 
frisch gemahlener Pfeffer 
ein paar Spritzer Zitronensaft 

Die rote Bete gut waschen und kräftig anschrubben. Aus Salz, Mehl und Wasser einen Teig kneten, in zwei Teile teilen und die Rote Bete damit einpacken.

Bei 180°C ca. 75 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen. Die rote Bete aus dem Teig lösen und die Haut abziehen. 
 

In möglichst dünne Scheiben schneiden und auf Tellern anrichten, pfeffern.


Den Rucola waschen, trocken schleudern und auf dem Carpaccio verteilen. Mit Pinienkernen bestreuen und mit einem Sparschäler Parmesan darüber hobeln. Mit Kürbiskernöl, Essig und Zitronensaft beträufeln. Mit frischen Baguette servieren.

Sonntag, 8. April 2012

Apfel-Streusel-Kuchen

Ostern wird in der Familie Starmoney ordentlich gefeiert. Zum Wiedersehens-Kaffee hat sich meine Schwester diesen rustikalen Apfelkuchen gewünscht. Er besteht aus vier Schichten: Luftiger Hefeteig, Quarkcreme, Apfelspalten und Streußel. Schmeckt nach Heimat.
 

Apfelkuchen mit Streuseln

12 Stücke

1 Rezept Hefeteig  

250 g Quark
1 Ei
2 EL Zucker
1 EL Vanillepudding-Pulver
1 Zitrone (Saft)

4 große Äpfel (Elstar, Boskop oder ähnliche Sorte)
1/2 Zitrone (Saft)

80 g Mehl
60 g Zucker
60 g Butter
2 EL Blättermandeln

Puderzucker

Den Teig schön lange gehen lassen, rund auswellen und in eine gefettete Kuchenform geben (28 cm Durchmesser).

Für die Creme Quark, Ei, Zucker, Pudding und Zitronensaft verrühren. Auf dem Teig verstreichen, 1/2 cm Rand lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln, in Spalten schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Auf die Creme legen.

Die restlichen Zutaten zu groben Streuseln verkneten und auf den Kuchen geben. Bei 180° C ca. 50 Minuten backen. Mit Puderzucker bestäuben.


Montag, 26. März 2012

Millefeuille vom Auberginenkaviar mit Granatapfel

Ich habe ein mehrgängiges Candelight-Dinner gekocht und wollte unbedingt meine Lieblingsvorspeise darin integrieren. Leider sieht Auberginen-Caviar wirklich nicht besonders candlelightdinnermäßig aus, weshalb ich es ein bisschen aufgedonnert habe. Die Idee mit den Granatapfelkernen habe ich aus einem Hipster-Restaurant in Ägypten. Passt unglaublich gut zusammen.


Auberginen-Millefeuille mit Granatapfelkernen

2 Personen

1 Rezept Baba Ghanough (aber unbedingt mit Tahina zubereiten, schmeckt viel besser)
2 Blätter Brick-, Filo, oder Strudelteig
1 EL Olivenöl
1/2 Granatapfel
Blattpetersilie zur Deko 

Den Teig mit einer sauberen Küchenschere in längliche Rechtecke (8 Rechtecke pro Person) schneiden, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Olivenöl bestreichen. Goldbraun bei ca. 180°C backen.

In der Zwischenzeit die Kerne aus dem Granatapfel auslösen.

Schichtweise die Creme, ein paar Kerne und die Teigrechtecke aufeinanderschichten. Mit Granatapfel und etwas Blattpetersilie bestreuen.

Voilà, bon app!

Freitag, 17. Februar 2012

Crevetten-Pasta mit frittiertem Salbei

In Italien ist es ziemlich verboten, Pasta mit Meeresfrüchten oder Fisch mit Parmesan zu essen. Ich finde aber, dass Pasta immer ein kleines Topping braucht. Meine Lösung: in Olivenöl frittierte Salbeiblätter. Und noch dazu ist diese Pasta in 10 Minuten fertig.Wunderbueno.


Frische Tagliatelle mit Crevetten und frittiertem Salbei

500 g frische Tagliatelle
150 g Crevetten, gekocht, ausgepult
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
100 ml Sahne
50 ml Brühe
Salz, Pfeffer
eine Hand voll Salbei, gewaschen und trocken geschüttelt
80 ml Olivenöl

Den Knoblauch fein hacken und in 1 EL Öl andünsten, mit Brühe und Sahne aufgießen, würzen und einmal aufkochen. Die Crevetten klein schneiden und dazu geben, Hitze verringern und den Zitronensaft einrühren. Tagliatelle al dente kochen, in die Sauce geben. Das Olivenöl in einem Stiltopf erhitzen und die Salbeiblätter kurz darin frittieren. Die Nudeln auf Tellern anrichten und mit den Salbeiblättern bestreuen.



Montag, 6. Februar 2012

Pochiertes Huhn auf Beluga-Linsen-Salat

Linsen zu mögen ist nicht so einfach, sie tauchen schließlich meistens in Form dickflüssiger Mensa-Suppen auf. Deswegen habe ich um Linsen lange einen Bogen gemacht (meine 80 Blogrezepte kamen alle bisher ohne aus). Aber jetzt habe ich Beluga-Linsen entdeckt. Die schmecken nicht nur super als lauwarmer Salat, sonderns sehen zusammen mit weißen Saucen auch noch total gut aus.


Pochiertes Hähnchen auf lauwarmem Belugalinsen-Salat

2 Portionen

2 Hähnchenbrüste
250 ml Gemüsefond
1 walnussgroßes Stück Ingwer
2 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
3 Zweige Thymian
1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer

100g Belugalinsen
2 l Wasser
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Karotte
100 ml Brühe
1 EL Olivenöl
2 EL Balsamicoessig
1 EL geröstete Sesamsaat

10 Cherry-Tomaten
Olivenöl

100 ml Sahne
Salz, Pfeffer


Die Linsen in reichlich Salzwasser 25 Minuten kochen, in ein Sieb geben. Schalotte, Knoblauch und Karotte schälen, sehr fein würfeln und in dem Öl andünsten. Die Linsen zugeben und mit Brühe aufgießen, Balsamico dazugeben und ca. 5 Minuten fertig garen. Sesamsaat untermischen.

Den Fond mit dem geschälten und gehackten Ingwer, Knoblauch, der Zwiebel, Zitronenscheiben und dem Thymian aufkochen, Hitze reduzieren und das Huhn ca. 15 Minuten pochieren. Derweil die Tomaten in Öl anbraten, evtl. etwas Knoblauch dazu, mit Salz und Pfeffer würzen.

50 ml des Hühnerfonds mit der Sahne in einem kleinen Topf aufkochen und schaumig schlagen.

Die Linsen auf einen Teller geben, das Huhn in Scheiben darauf anrichten und mit den Tomaten und dem Schaum servieren.

So mag ich Linsen. Nie wieder Mensa-Suppe.



Donnerstag, 2. Februar 2012

Boeuf Bourguignon

Endlich. Ich habe mich getraut, an den wohl besten französischen Klassiker, den es gibt. Und wisst Ihr was? Es war ganz einfach. Lasst dem Fleisch viel Zeit zum Schmoren. Dazu passen Gnocci, Püree, Polenta oder Nudeln. Oder einfach etwas Baguette.


Boeuf Bourguignon

400 g Rinderschulter, gewürfelt
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1/4 Sellerieknolle
Petersiliestängel
1 Karotte
1 Scheibe Speck
1 Tomate
1/2 l Rotwein
1/2 Brühe
1 El Honig oder Johannisbeergelee
1 EL Butter


Schalotten schälen und achteln, Knoblauch schälen und vierteln, Wurzelgemüse waschen, schälen und in Würfel schneiden. Speck im Ganzen in eine große Kasserolle geben geben, auslassen. Die Fleischstücke hinzugeben und kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Butter und das Gemüse hinzugeben und mitbraten. Mit 1/4 Rotwein ablöschen, leicht köcheln lassen, Brühe zugeben und alles bei kleiner Hitze mindestens 2 Stunden schmoren lassen. Gerne auch länger. Nach der Hälfte den restlichen Wein zugeben. Vor dem Servieren mit Honig abschmecken.


Dienstag, 17. Januar 2012

Gefüllte Hähnchenbrust in Erdnusssauce

In Ägypten haben wir viel Zeit in Restaurants verbracht, gekocht haben wir trotzdem. Das hier zum Beispiel: Erdnusshuhn mit Gemüse und Reis. Es ist ideal für viele Personen, da man es gut vorbereiten kann.




Erdnuss-Huhn 
Für 6 Personen

6 kleine Hühnerbrüste
1 kleine Stange Lauch
½ Bund Petersilie
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
Sesamöl
Sesamsamen

Marinade:
3 EL Sojasauce
3 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
Pfeffer, Salz

Erdnusssauce:
400 ml Kokosmilch
200 ml Hühnerbrühe
4 EL Erdnussbutter (cremig)
1 kleine Zwiebel
1 EL Zitronensaft
geriebenen Ingwer
Salz, Pfeffer
Chili
Sesamöl

Hühnerbrüste einschneiden und auseinanderklappen. In eine Plastiktüte legen und mit einem Stiltopf plattieren. Für die Füllung den Lauch in feine Ringe schneiden, Knoblauch hacken, Ingwer fein reiben, Petersilie waschen und hacken. Alles in einem kleinen Topf kurz in Öl anschwitzen und würzen. In einem Mörser fein zermalmen und auf die flach geklopften Hühnerbrüste geben. Zu Rouladen aufrollen und mit Küchengarn oder Zahnstochern fixieren. In eine Auflaufform geben. Salzen und Pfeffern.

Für die Marinade alle Zutaten verrühren, Knoblauch pressen und unterrühren.  Alles über die Rouladen geben. Mindestens 3 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Etwas Sesamöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln würfeln, leicht dünsten, mit Brühe ablöschen und Kokosmilch aufgießen. Alle restlichen Zutaten dazugeben und gut verrühren.

Die Rouladen in Sesam wälzen und in einer großen Pfanne in Sesamöl rundum leicht anbraten. Die Sauce dazugießen und ca. 12 Minuten bei geringer Hitze fertig garen.

Dazu gab’s bei mir Reis und gedämpftes Gemüse.       



Montag, 16. Januar 2012

Cairo Brice Cake


Brice hat uns diesen wunderbaren „New York Cheese Cake“ in Kairo als Nachtisch serviert – mit frischen Erdbeeren. Bis in Europa die Saison ist, kann man die einfach durch tiefgekühlte Himbeeren oder Orangenspalten ersetzen. Oder Ihr genießt den cremigen Kuchen einfach pur. Merci Brice!


New York Cheese Cake

Für 12 Stücke 

200 g Spekulatius- oder Caramellkekse
80 g flüssige Butter

600 g Frischkäse(Philadelphia)
2 Eier
150 g Zucker
1 Vanilleschote (Mark)
nach Geschmack: 1-2 EL Zitronensaft (Brice lässt ihn weg, er hat Angst um das Vanillearoma)

Die Kekse in einer Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz oder einem Stiltopf zerbröseln. Mit der flüssigen Butter vermengen und in einem Springform (24cm Durchmesser) geben. 10 Minuten bei 170°C backen.

Derweil für die Creme alle Zutaten gut verrühren. Auf den Keksboden geben weitere 20 Minuten backen. Abkühlen lassen und bis zum Servieren im Kühlschrank lagern.


Freitag, 23. Dezember 2011

Kürbissuppe

Kürbis gehört zu meinen echten Gemüse-Favoriten, aber nur, wenn er richtig gewürzt wird. Zimt und Muskatnuss passen sehr gut. Bevor die Saison vorbei ist, hier noch schnell mein Rezept für die ultimative Kürbis-Suppe, die sich hervorragend als Vorspeise für ein Weihnachtsmenü eignet.


1 kg Hokkaido- oder Muskatkürbis
300 g Möhren
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
Muskatnuss (frisch gerieben)
1 Zimtstange
1/4 l Weißwein
1,2 l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1 EL Zitronensaft
2 EL Butter
150 ml Sahne oder Milch
Petersilie zum Bestreuen

Die Zwiebel fein würfeln, in Butter andünsten. Den Kürbis aushöhlen und in Würfel schneiden (Schale kann man beim Hokkaido dran lassen), Möhren schälen und klein schneiden, dazu geben und kurz mit anbraten. Mit Weißwein und Brühe aufgießen, Lorbeerblatt, Muskat, Zimtstange, Salz und Pfeffer dazu und zugedeckt 30 Minuten köcheln. Evtl. etwas Brühe angießen, Lorbeerblatt und Zimtstange rausnehmen und alles fein pürieren, mit Zitrone abschmecken. Sahne halbsteif schlagen und unterheben, oder Milch aufschäumen und unterheben. Mit gehackter Blattpetersilie servieren.


Ihr könnt auch eine etwas exotischere Variante der Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer machen, hierfür einfach die Karotten und Kartoffeln durch Kürbis ersetzen.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Muscheleintopf mit Safran

Schon wieder so kalt draußen. Da hilft ein würziger, wärmender Eintopf. Ich habe einen mit Miesmuscheln kreiert, man kann aber auch verschiedene Muschel- oder Fischsorten verwenden. Ihr könnt den Eintopf einfach mit Brot essen, oder etwas Reis dazu servieren. Hmmm....


Muscheleintopf

3-4 Portionen

500 g ausgelöste Muscheln
1 Fenchelknolle
2 mittelgroße Möhren
1 kleine Stange Lauch
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
3 EL gehackte Petersilie
200 ml Sahne
500 ml Gemüsebrühe
ein paar Spritzer Zitrone
einige Safranfäden
Salz, Pfeffer

Das Gemüse waschen, evtl. schälen, in feine Streifen schneiden. Knobi und Schalotte fein würfeln und in einer großen Kasserolle in Öl andünsten, auf keinen Fall Farbe nehmen lassen.

Die Muscheln zugeben und kurz goldgelb mitbraten. Dann das Gemüse hinzugeben, kurz braten, mit Gemüsebrühe ablöschen und Sahne dazu gießen. Auf kleiner Flamme ca. 15 – 20 Minuten garen bis das Gemüse weich ist (aber noch bissfest). Safran dazugeben, Petersilie, Salz, Pfeffer und Zitronensaft dazu.

Mit frischem Baguette servieren.